Blutzucker
Zucker (Glukose) ist neben Sauerstoff ein fundamentaler Energielieferant im menschlichen Organismus. Die Glukose wird dabei vom Blut in die einzelnen Organe und die Zellen transportiert. Der Blutzuckerwert, auch Blutzuckerspiegel genannt, zeigt dabei an, wie viel Zucker sich im Blut befindet. Erhöhte Werte können verschiedene Ursachen haben. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel deutet auf eine "Zuckerkrankheit" hin (korrekt: Diabetes mellitus).
Der Zucker wird über die Nahrung als Kohlenhydrate aufgenommen und im Darm in kleine Bestandteile aufgespalten (Glukose). Diese gelangen dann ins Blut und werden so in die Zellen transportiert. Für den Übergang aus dem Blut in die Zellen ist ein Hormon, das Insulin von entscheidender Bedeutung. Ohne Insulin gelangt der Blutzucker nicht in die Zellen.
Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert. Wenn nicht genügend Insulin bereitgestellt wird, kann der Zucker nicht aus dem Blut in die Zellen gelangen. In der Folge steigt der Blutzuckerspiegel. Das hat zwei gravierende Auswirkungen:
- Zum einen fehlt es den Zellen an Energie.
- Zum anderen können auf Dauer die Blutgefäße und die Organe geschädigt werden.
Diese weit verbreitete Krankheit nennt sich Diabetes mellitus.
Blutzucker Auf- und Abbau
Der Blutzuckerspiegel schwankt und ist in entscheidendem Maße von der Nahrungsaufnahme abhängig. Nach jedem Essen steigt der Blutzuckerspiegel an, weil die Kohlenhydrate im Darm in Glukose umgewandelt und ins Blut abgegeben werden. In den nächsten Stunden wird bei ausreichender Insulinversorgung die Glukose jedoch wieder abgebaut. Überschüssige Glukose wird in der Leber in Glykogen umgewandelt. Glykogen ist die Speicherstruktur für Zucker, so eine Art "Riesen-Zucker-Melekül" (auch als "Leberstärke" bezeichnet). Es handelt sich um ein weit verzweigtes Polysaccharid (Vielfachzucker), das aus bis zu 50.000 Glucose-Monomeren (einzelne Zuckermoleküle) aufgebaut ist. Glycogen wird vor allem in der Leber, aber auch im Muskelgewebe eingelagert.
